Jonsdorf – Zittauer Gebirge

Wanderung durch das Zittauer Felsendorf bei Jonsdorf…

… am 24. Januar 2016 hinauf zur Lausche


Eingang am Mühlengrund in Jonsdorf
Allerorts bizzare Felsformationen
Der „Wächter“ am Eingang des Lehrpfades
Die Mühlsteinbrüche gelten als beliebtes Wander- und Klettergebiet mit Höhen von 480 bis 560 Metern, in dem in den 50er Jahren ein Naturlehrpfad angelegt wurde.
Die Jonsdorfer Mühlsteinbrüche waren eine von mehr als 40 Abbaustellen in der näheren Region.
Eine sehr interessante Felsformation sind die sogenannten “Drei Tische”. Sie verdeutlichen die vulkanischen Ereignisse, denen das Zittauer Gebirge und insbesondere die Mühlsteinbrüche seine besonderen Eigenschaften verdankt: Die hier entstandenen waagerechten Brauneisenplatten aus Eisenhydroxid sind deutlich beständiger gegen Verwitterung als der sie umgebende Sandstein.
Das “Bärloch” ist einer der ältesten Sandsteinbrüche im Zittauer Gebirge, der dreihundert Jahre von 1560 bis 1863 betrieben wurde. Nachdem bereits 1560 Söhne des Ortsrichters Hans Richter entdeckt hatten, dass der hier vorkommende Sandstein für die Herstellung von Mühlsteinen geeignet ist, wurde 1580 der erste Steinbruch von der Stadt Zittau gepachtet.
Blick vom Carolafelsen.
Vorn der Nonnenfelsen, im Hintergrund links die Lausche.
Auf dem Nonnenfelsen gibt´s übrigens eine tolle Baude!
Blick vom Carolafelsen – am Horizont erhebt sich markant der Kegel der Lausche.
Das Erklimmen des 570 Meter hohen Plateau´s erweist sich gerade bei Schnee als etwas schwierig, belohnt aber mit einem tollen Rundumblick über die Felsenstadt und dem zu Füssen liegenden Johnsdorf.
Die Lausche.
Früh am Morgen kann man noch den Nebel aufsteigen sehen.
Frühstückspause.
Ein dichtes Netz von Wanderwegen durchzieht das Felsendorf.
Das Spaltenkreuz, eine 30 Millionen Jahre alte Kreuzung zweier Phonolith-Gänge.
Über den Kellerberg geht es weiter zur Steinbruchschmiede
Die im Jahre 1825 erbauten Steinbruchschmiede diente einst dem Instandsetzen und Schärfen der Werkzeuge. 1945 wurde die Schmiede zerstört, jedoch 1951 von den Jonsdorfern orginalgetreu wieder aufgebaut.
Hier wurde Werkzeug, das aus der zeit der Steinbrucharbeit erhalten geblieben ist, zusammengetragen und seit 1956 ein kleines Mühlsteinbruchmuseum eingerichtet, welches jedoch nur im Rahmen von Führungen zugänglich ist.

Mit ein wenig Phantasie kann man hier einen Bernhardiner kauern sehen.
Weiter geht es über den Pfad der Tugend und wie das mit den Tugenden so ist, erweist sich der Aufstieg teilweise als recht anstrengend.

Von der Aussicht bei den Orgelfelsen hat man erneut einen schönen Blick nach Westen zur Lausche, auf den Buchberg und die Nonnenfelsen. Gleich am nächsten Felsenriff beeindruckt die interessante Form der Hennigsäule, die nur auf einem schmalen Sockel steht und jeden Moment ins Tal zu stürzen scheint.
Eine weitere geologische Besonderheit findet sich rechts des Wanderweges: zwei säulenförmig ausgeprägte Sandsteine – Große und die Kleine Orgel, die man leicht mit säulenförmigem Basalt verwechseln kann.
Die für Sandstein völlig untypischen Säulenformen haben einen Durchmesser von bis zu 15 Zentimeter und stehen senkrecht gebündelt auf einem massiven, ungesäulten Sandsteinblock. Sie entstanden, weil im Tertiär glühende Phonolith- und Basalt-Lava in einem Waagerechten Spalt in den Sandstein eindrang und dieser beim Abkühlen in senkrechtstehende Säulen zersprang.

 

Deutsch-tschechicher Grenzübergang.
Grenzwächter.

Die Ortschaft Dolni Svetlá, das ehemaligen Niederlichtenwalde. Viel gibt es hier nicht zu sehen, eine kleine Kapelle, ein kleines Gasthaus, ein paar Häuser.

Über einen bequemen und nur leicht ansteigenden Weg geht es zurück zur deutschen Grenze, vorbei am Lauschemoor, welches sich rechts des Weges befindet, aber auf Grund der Witterung nicht zugänglich ist.
Direkt am Ende des Weges zum Übergang nach Deutschland befindet sich die Wache, die als Neues Zollhaus 1938 errichtet wurde und das unterhalb von Waltersdorf gelegene alte Zollhaus ablöste.